PROJEKT EINER HOCHGESCHWINDIGKEITSSTRECKE
RHEIN-RHONE



Bezeichnet "TGV Rhin-Rhône" oder "LGV Rhin-Rhône" in Frankreich.
LGV (Ligne à Grande Vitesse) = Hochgeschwindigkeitsstrecke.


Der « TGV Rhin-Rhône » ist ein originelles Projekt. Dank der doppelten Funktionalität Nord-Süd und Ost-West seines Ostasts (eine Neubaustrecke zwischen Mulhouse im Elsass und Dijon) ermöglicht sie die Verwirklichung einer Verbindung die für zweigrosse Diagonalen Europas von Interesse ist :

- Ost-West zwischen London, Brüssel, Lille, l’Ile-de-France, Burgund, der Franche-Comté, dem Südelsass, Südbaden und der deutschen und französischen Schweiz.

- Nord-Süd zwischen Deutschland, der Nordschweiz, Ostfrankreich, den Saône und Rhône Tälern und dem Mittelmeerraum von Katalonien bis Nizza.

Die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Rhein-Rhone ermöglicht die Verwirklichung einer europäischen Nord-Süd-Hochleistungsbahnverbindung zwischen Deutschland und dem westlichen Mittelmeerraum. Es handelt sich um ein großes Projekt für das künftige Europa, dessen Dimensionen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene sich natürlich ergänzen. Ohne diese Magistrale sind Hochgeschwindigkeitsbahnverbindungen Deutschland-Schweiz-Frankreich-Spanien-Mittelmeer nicht realisierbar.

Schon mit der Inbetriebnahme des Ostasts des Projekts kann die Hochgeschwindigkeitslinie Rhein-Rhone zwischen Städten wie, zum Beispiel, Frankfurt, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Basel, Strasbourg, Mulhouse, Besançon, Dijon, Lyon, Marseille, Montpellier und Barcelona in vollem Umfang aufgenommen werden.

Die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Rhein-Rhone betrifft auf europäischer Ebene fünf sehr wichtige Ballungsräume mit großer Bevölkerungsdichte:
- die 24 Millionen Einwohner der deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg sowie der Nordschweiz, zu denen durch Anschlussverbindungen auch noch die 18 Millionen Einwohner von Nordrhein-Westfalen hinzukommen können;
- die 6 Millionen direkt betroffenen Einwohner der Regionen Alsace, Franche-Comté, Bourgogne und Lorraine ;
- die 6 Millionen Einwohner der Region Rhône-Alpes;
- die 9 Millionen Einwohner der Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées, denen noch die 6 Millionen Einwohner Kataloniens zuzu-rechnen sind.
Somit können fast 69 Millionen Menschen von dem dank des Ostasts des Projekts LGV Rhin-Rhône erschlossenen transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsverbindungensystem profitieren.

Die europäische Dimension der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhone ist offenkundig, und die Europäische Kommission hat dieser Tatsache Rechnung getragen, indem sie ihr den Rang einer Schlüsselverbindung im Rahmen einer großen europäischen Hoch-geschwindigkeitsbahnachse Rhein-Rhone-Mittelmeer zuerkannt und, aus diesem Grunde, sie ihr in das Leitschema des künftigen europäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes aufgenommen hat.

Das Projekt LGV Rhin-Rhône ist ein wertvolles Integrations- und Raumordnungsmittel auf europäischer Ebene. Durch die Schaffung einer direkten Verbindung zwischen Nordeuropa und Südeuropa, zwischen dem germanischen und dem romanischen Kulturraum, zwischen der Nordsee und dem Mittelmeer, zwischen Welten also, deren Wechselbeziehung miteinander schon seit Jahrhunderten die Identität und den Reichtum Europas ausmachen, wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhone entscheidend zu einer ausgeglichenen regionalen Entwicklung im Herzen Europas beitragen.

Das Projekt LGV Rhin-Rhône stellt die natürliche Verlängerung der Hochgeschwindigkeitsstrecke “TGV Méditerranée“ dar. Es ergänzt das Projekt “TGV Languedoc-Roussillon“ sowie das Projekt einer neuen Strecke Perpignan – Barcelona, dass es den Verkehr zwischen Deutschland und der Iberischen Halbinsel anreichen wird.

Die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Rhein-Rhone ermöglicht den Verbund zahlreicher in Betrieb, in der Planung oder im Bau befindlicher Hochgeschwindigkeitsbahnlinien in Deutschland (Ruhr-Köln-Frankfurt), Spanien (Madrid-Barcelona-französische Grenze) und in Frankreich (TGV Méditerranée, TGV Languedoc-Rousillon).

Dank der beträchtlichen Verkürzung der Fahrzeiten, welche die Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhone verschafft, werden die Verbindungen zwischen Deutschland (Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, München), Schweiz (Basel, Zürich), Lyon und dem westlichen Mittelmeerraum (Barcelona, Montpellier, Marseille, Nice) wesentlich einfacher und zahlreicher sein.

Zum Beispiel, der Zeitgewinn von 2¾ Stunden, welche die Inbetriebnahme des Ostasts des Projekts zwischen Frankfurt und Lyon bewirkt, muss betont werden. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit zwischen den beiden Städten von Stunden (derzeit kürzeste Fahrtdauer) auf circa 4¾ Stunden.

Schließlich leistet das Projekt LGV Rhin-Rhône einen wichtigen Beitrag im Rahmen einer umweltbewußten Verkehrspolitik, indem es für die Achse Deutschland-Spanien eine leistungsfähige wie auch umweltfreundliche Alternative zum Personenverkehr auf der Straße anbietet und neue Kapazitäten für den Güterzugverkehr schafft, indem es die bestehenden klassischen Linien vom Personenfernverkehr befreit. Die Verwirklichung des Projekts LGV Rhin-Rhône begünstigt somit die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und dies zugunsten der gesamten Achse Rhein-Rhone-Mittelmeer.

 



Dieses Dokument als Datei herunterladen (Word - 31kb ) bitte hier klicken.

Pour télécharger le document au format (Word - 31 ko) cliquer ici